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Informationen für Ärzt*innen

Sehr geehrte Kollegin, sehr geehrter Kollege,
im Folgenden möchten wir Ihnen einen Überblick über bisherige und aktuelle Regelungen der Gesundheitsversorgung für geflüchtete Menschen geben:

Grüner Behandlungsschein

Bis 2016 war die medizinische Versorgung für Geflüchtete in Berlin und vielen anderen Bundesländern so geregelt, dass die Menschen einmal pro Quartal einen grünen Behandlungsschein erhielten. In manchen Bundesländern (z.B. Berlin) bekamen sie den Schein automatisch bei einem Termin auf dem Amt, in anderen mussten Asylbewerber*innen zunächst darlegen, weshalb sie eine ärztliche Untersuchung benötigen.

Die elektronische Gesundheitskarte

Seit Januar 2016 wurde in Berlin die elektronische Gesundheitskarte für Asylsuchende sukzessive eingeführt, sodass es seit 2017 keine grünen Scheine mehr in Berlin gibt. An dem Verfahren beteiligen sich die vier Krankenkassen AOK Nordost, DAK, BKK Siemens und BKK VBU, denen die Asylsuchenden per Zufallsprinzip zugeordnet werden.

Neu ankommende Menschen erhalten nach der Registrierung in der Erstregistrierungsstelle Bundesallee 171 vor Ort drei Dokumente: 1) einen vorläufigen Behandlungsschein, um eine Krankenversorgung bis zum Erhalt der eGK sicherzustellen, 2) einen Befreiungsausweis von gesetzlichen Zuzahlungen sowie 3) einen Abholschein für die eGK, die die Geflüchtete nach ca. 21 Tagen in der Bundesallee erhalten. Asylsuchenden, die schon länger in Berlin leben, wird der Abholschein für die eGK vom LAF zugeschickt.

FAQ: Die elektronische Gesundheitskarte (eGK) für Asylsuchende im Land Berlin

Questions-Reponses sur la carte santé électronique

Gültigkeit und Leistungsanspruch

Die eGK ist mindestens drei Monate und maximal 15 Monate gültig. Ihre Geltungsdauer kann auch an die Gültigkeitsdauer des Aufenthaltsdokuments angepasst werden.

Auch nach Einführung der eGK orientiert sich der Umfang der Leistungen nach wie vor an den Vorgaben des §4 und §6 des Asylbewerberleistungsgesetzes.

Nach dem §4 des Asylbewerberleistungsgesetzes (AsylbLG) besteht Behandlungsanspruch, wenn eine Erkrankung entweder akut oder schmerzhaft ist. Dies gilt auch für chronische Erkrankungen, wenn die Unterlassung der Behandlung dazu führen könnte, dass die Erkrankung akut wird und der Mensch dadurch gefährdet wird (zum Beispiel eine Hypertonie, Diabetes).

Es besteht Anspruch auf alle amtlich empfohlenen Schutzimpfungen und alle medizinisch gebotenen Vorsorgeuntersuchungen, z.B. Zahnvorsorge, Kinderuntersuchungen, Krebsvorsorge etc. (§4 Abs. 1 Satz 2 AsylbLG). Bei Schwangerschaft und Entbindung besteht Anspruch auf alle Leistungen, einschließlich Hebammenhilfe und Vorsorgeuntersuchungen

Wir empfehlen insbesondere den Impfstatus Masern-Mumps-Röteln zu überprüfen und gegebenenfalls zu komplettieren.

Schwangere haben den gleichen Anspruch wie gesetzlich Versicherte (alle Vorsorgeuntersuchungen, Entbindung, Hebammenhilfe, etc.).

Aufbau einer ehrenamtlichen Sprechstunde

Die hier gesammelten Dokumente zum Ausdrucken sollen Ihnen dabei behilflich sein, im Bedarfsfall ehrenamtliche Sprechstunden sinnvoll zu organisieren und durchzuführen. Hierbei greifen wir auf die mehrjährigen Erfahrungen sowohl in unserer Arbeit in Unterkünften als auch in der Zusammenarbeit mit Arztpraxen und Kliniken zurück.

allgemeine Informationen:

Leitfaden für praktische ehrenamtliche Hilfe 

Kassenärzte in Flüchtlingsunterkünften

Organisation der Sprechstunde:

Information; Zusammenarbeit mit dem Betreiber

Information; Organisation Sprechstunde – Abläufe

Information; Organisation Sprechstunde – Listen

Arztbedarf – Sprechstunde vor Ort

Schweigepflichterklärung

Behandlung und Befunde:

Informationen über häufige Erkrankungen

Anamnesebögen in mehreren Sprachen

Befundbogen – dental

Befundbogen – psychisch

Befundbogen – somatisch

Medikamente:

Information; Verordnung von Medikamenten

Medikamenteliste für Pädiatrie – Sprechstunden

Medikamenteneinnahme –
ME (english)
ME (francais)
ME (arabisch)
ME (dari)
ME (persisch)
ME (serbo-kroatisch)

Weitere Dokumente und Informationen

Informationen zu Patient*innen ohne Papiere

Broschüre der Bundesärztekammer
Patientinnen und Patienten ohne legalen Aufenthaltsstatus in Krankenhaus und Praxis

Broschüre des Büros für medizinische Flüchtlingshilfe Berlin, ProAsyl und IPPNW Deutschland
Möglichkeiten und Grenzen der medizinischen Versorgung von Patienten und Patientinnen ohne legalen Aufenthaltsstatus

Gesundheit für Geflüchtete: Informationsportal von Medibüros / Medinetzen
Das Modell des anonymen Krankenscheins

Infoflyer open.med Berlin

open.med Berlin
Informationsflyer

Informationen für Menschen ohne Papiere

Wege in die Gesundheitsversorgung für Menschen ohne Papiere

Grundsätzlich hat (nach § 1 I Nr. 5 in Verbindung mit § 4 AslybLG) jeder Mensch, der sich in Deutschland aufhält, das Recht auf eine medizinische Versorgung unabhängig von Geschlecht, ethnischer Zugehörigkeit, Religion sowie dem Aufenthaltsstatus. In Notfällen sind Ärzte und Krankenhäuser verpflichtet… [weiterlesen]

Informationen für EU-Bürger*innen

Wege in die Gesundheitsversorgung für EU-Bürger*innen in Deutschland

Wie Sie als EU-Bürger*innen in Deutschland Zugang zum Gesundheitssystem bekommen können, hängt von Ihrem Beschäftigungsverhältnis und der Art Ihres Aufenthaltsstatus ab.

Arbeitnehmer*innen in Deutschland

Als abhängig Beschäftigte, wenn Sie also legal berufstätig sind, sind Sie in Deutschland gesetzlich krankenversichert. Der Versicherungsschutz gilt in diesem Fall auch für Ihre Familienangehörigen – unabhängig davon, ob diese in Deutschland oder einem anderen EU-Land wohnen… [weiterlesen]

Amaro Foro e.V. Beratung
Erstberatung: Zu allgemeinen Fragen des Aufenthalts, der Arbeitsaufnahme und sonstiger Probleme. Erstberatung bei Anfeindungen und antiziganistischen Vorfällen.
Sprachen: romanes, bulgarisch, rumänisch

Südost Europa e.V.
Aufsuchende Sozialarbeit und Sprachmittlung für EU-Zuwanderer aus Rumänien im Bezirk Spandau
Für traumatisierte Flüchtlinge und Zuwanderer aus Staaten des ehemaligen Jugoslawiens
Sprachen: Bosnisch, Kroatisch, Serbisch, Albanisch

Berufliche Orientierung zur besseren Integration in den Arbeitsmarkt
Neue Wege Südost
Sprachen: rumänisch, ungarisch, bulgarisch, kroatisch

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